Nachdenken über das koloniale Erbe

Nachdenken über das koloniale Erbe

Ausstellung 19. Dezember 2020 bis 23. Januar 2021, 
Innenhof Bienzgut

Eine Aktion von Cilgia Rageth.

Geboren in der Mitte des letzten Jahrhunderts, steckte ich in den Kinderschuhen, als Entkolonialisierung ein grosses Thema war. Seit Anfang dieses Jahrtausends beschäftigen mich historische Tatsachen des Kolonialismus. In diesen letzten zwanzig Jahren hat die Forschung dazu angezogen, vor allem was die ökonomische Seite betrifft. Also den Handel mit Menschen und mit Rohstoffen/Produkten in einem System von Macht und Ohnmacht, Reichtum und Ausbeutung. Ich habe realisiert, dass das Erbe des Kolonialismus auch ein mentales Erbe ist. Zu diesem Aspekt des Kolonialismus und der postkolonialen Zeit existiert bisher erst wenig Erforschtes. So will mein partizipatives Kunstprojekt anhand von Textausschnitten zum Söldnerwesen und zu den Menschenzoos versuchen, sich an diese Mentalitätsgeschichte, welche zuerst noch geschrieben werden muss, anzunähern.

Zur Ausstellung:

Drei Wäscheleinen sind gespannt. Oben hängen schwarzeingefärbte Kleidungsstücke, wie sie die Sklaven bei ihrer Deportation in weiss getragen hatten. In der Mitte hängen Tafeln mit historischen Recherchen zu den Themen „Menschenzoos“ und „Söldnerwesen“, schwarz auf weiss. Und unten auf transparente Folien übertragen, hängen Texte zu Erinnerungen der PassantInnen (ohne Namen). Nun ist diese Wanderausstellung coronatauglich hergerichtet worden. So wird hier alles schriftlich erklärt, damit alle den Rundgang selbständig machen können und einen eigenen Text via email senden können.

Dieser Text wird dann auf eine transparente Folie übertragen und danach aufgehängt.

Antworten bitte an:   meinereaktion2020@gmail.com

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